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HETEK lud Architekten zum Fachgespräch


Treffurt Bis unter das Dach des Ausstellungsraumes konnten die Besucher des „1. Tages des Verraliftes“ am vergangenen Donnerstag (26. Mai) in der Hetek Hebetechnik GmbH Treffurt fahren, wenn sie es denn wollten. Das Auf und Ab im Lift war Teil des Rundgangs über das Betriebsgelände der Firma. Die Stippvisite in den Ausstellungs- und Werkhallen wiederum markierte den praxisnahen Abschluss des Treffens von zwei Dutzend Architekten, Planern und Vertretern von Wohnungsbaugesellschaften in dem Produktionsbetrieb an der Werra.

Verralift-Fachtagung

Ihren abschließenden Rundgang traten die aus mehreren Bundesländern angereisten Fachbesucher mit umfangreichen Hintergrundinformationen an. Der Entwicklungsingenieur der Firma Hetek, Axel Schuldt, hatte sie während der Tagesveranstaltung über den Stand der Technik und die Bauweise der verschiedenen in Treffurt gefertigten Lifte in Kenntnis gesetzt. Vom Architekten Lutz Engelhardt vom Factus 2 Institut aus Erfurt erhielten sie wesentliche Einblicke in das Thema „Barrierefreiheit im Wohnumfeld“. Und der Vertreter der Thüringer Aufbaubank, Roland Erdtmann, erläuterte ausführlich die verschiedenen finanziellen Fördermöglichkeiten im privaten Wohnungsbau.
Während der praxisnahen Demonstrationen beim Rundgang hatten die Hetek-Besucher dann noch einige Aha-Erlebnisse. Insbesondere, was die Bedienung der hier produzierten Lifte anging. Wenn man den Fahrschalter nicht permanent gedrückt hält, wurde ihnen beispielsweise erklärt, fährt der Lift nicht; im Gegensatz zu den Aufzügen, die man aus Hochhäusern kennt. Der Grund dafür sei, dass die Verralifte nach Maschinenrichtlinie konzipiert sind, dafür aber auch eine preiswerte Alternative zu den herkömmlichen Liften darstellen würden. Neben den Aufzügen wurden auch die anderen Bereiche der Hetek-Produktion vorgestellt, in denen verschiedenen Hub- und Nivellierstützen-Systeme hergestellt werden.
Während die Stützensysteme schon seit vielen Jahren ein wichtiges Standbein der zur haacon-Gruppe gehörenden Hetek darstellen, begann die Konstruktion von Senkrechtliften Mitte der 1990er Jahre. Mittlerweile hat sich das mittelständische Unternehmen jedoch auch mit ihren Verraliften international einen guten Ruf erworben. Verkauft werden die Aufzüge über das zum Firmenverbund gehörende Vertriebsunternehmen Liftkomplett.
Das barrierefreie Bauen und Wohnen sei inzwischen von gesamtgesellschaftlichem Interesse und werde auf breiter Basis diskutiert. „Man kommt bei keiner Fachmesse mehr an diesem Thema vorbei“, betonte der Geschäftsführer der Hetek GmbH, Uwe Dünkel, während seiner Begrüßungsansprache. Die Frage sei, „wie wir möglichst lange in unserem gewohnten Wohnumfeld verbleiben können“. Die Beantwortung dieser Frage sehe er im übrigen „nicht nur als Aufgabe, sondern auch als Chance“ an. Barrierefreiheit ist eine Dienstleistung „und das ist auch unser Motto“, fügte der Erfurter Architekt Lutz Engelhardt hinzu.
Planer und Architekten seien diejenigen, die langfristig die Weichen für barrierefreies Wohnen stellen würden, so Hetek-Geschäftsführer Dünkel. Um die Diskussion über dieses Thema weiter anzuregen, habe man beschlossen, die Informationsveranstaltung Verralift-Tag ins Leben zu rufen. „Und freilich auch“, gestand er, „um unser Kind, den Verralift, den Experten vorzustellen“. (tk)

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